Überschwemmung der Hammerschmiedsiedlung am 3. Oktober 2022, Info zur Spendenaktion, Antrag Spendenverteilung

Die Überflutung der Hammerschmiedsiedlung in den frühen Morgenstunden am Tag der deutschen Einheit traf viele Anwohnerinnen und Anwohner sehr schwer und brachte unsägliches Leid und verheerende Schäden mit sich. Unser ganzes Mitgefühl gilt den Betroffenen.

Der Markt Jettingen-Scheppach versucht, die Geschädigten zu unterstützen, indem wir zunächst Großraum-Container zur Beseitigung und Entsorgung des zerstörten Hausrats kostenlos zur Verfügung stellen.

Spendenaktion zugunsten von Geschädigten

Der Markt Jettingen-Scheppach hat desweiteren bei der Raiffeisenbank Augsburger Land West eG, Filiale Jettingen, Hauptstr. 63, 89343 Jettingen-Scheppach ein Spendenkonto mit Zweckbindung für Spenden bzgl. des Hochwassers in der Hammerschmiedsiedlung eingerichtet:

IBAN-Nr. DE10 7206 9274 0108 9159 38 (BIC: GENODEF1ZUS)

Ab sofort können auf dieses Konto Spenden eingezahlt werden. Dabei gilt bei Spenden bis 200 Euro der Kontoauszug als Spendennachweis. Bei Beträgen über 200 Euro stellt der Markt Jettingen-Scheppach auf Wunsch auch gern Spendenquittungen aus. Bitte setzen Sie sich bei Bedarf mit unserer Kassenverwalterin Frau Baumgartner (Tel. 08225 / 306-10, E-Mail: kasse@jettingen-scheppach.de ) in Verbindung.

Das Spendenkonto besteht zunächst bis zum Jahresende 2022, um den Geschädigten zeitnah helfen zu können.

Für die Weitergabe der Spenden wurden folgende Kriterien festgelegt:

- Die Verteilung der eingegangenen Spenden erfolgt prozentual nach Schadenshöhe.

- Es können nur Schäden an Gebäuden und der Gebäudetechnik berücksichtigt werden, keine Schäden an beweglichen Gegenständen.

- Rechnungen mit einer Höhe von mehr als 5.000 Euro müssen vorgelegt werden, ansonsten genügt eine Auflistung der Schäden bzw. der entstandenen Kosten.

- Soweit die Schäden durch eine Elementarschadenversicherung abgedeckt sind, können die Versicherungsbeiträge dieser Versicherung der letzten 10 Jahre geltend gemacht werden.

Ab sofort steht den Geschädigten ein Antrag für die Berücksichtigung bei der Spendenvergabe zur Verfügung.

Notstandsbeihilfe des Freistaats Bayern

Die Überflutung trat nur im Bereich der Hammerschmiedsiedlung auf, es handelt sich nicht um ein großflächiges Hochwasserereignis. Einen bayernweiten Entschädigungsfonds wie bei früheren, überregionalen Hochwasserschäden gibt es somit nicht. Es verbleibt somit nur die Möglichkeit eines Antrags auf Notstandsbeihilfe an den Freistaat Bayern, welcher über das Landratsamt Günzburg einzureichen wäre. Diese Notstandsbeihilfe wird jedoch nur sehr restriktiv und nachrangig gewährt. Zuwendungen können nur Geschädigte erhalten, die unverschuldet in eine außergewöhnliche Notlage geraten sind, die sie aus eigener Kraft in absehbarer Zeit nicht bewältigen können und dadurch in ihrer Existenz gefährdet sind.
Von einer außergewöhnlichen Notlage ist auszugehen, wenn die Gesamtverhältnisse des Antragstellers und die ihm zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen, die existenzbedrohenden Schäden in absehbarer Zeit durch den Einsatz eigener Mittel, durch Eigenleistungen, durch sonstige Hilfen (einschließlich steuerlicher Hilfen) oder durch Aufnahme eines Darlehens selbst zu beheben.

Grundlage der Entscheidung ist die Richtlinie über einen Härtefonds zur Gewährung finanzieller Hilfen bei Notständen durch Elementarereignisse (Härtefondsrichtlinie – HFR) siehe https://www.stmfh.bayern.de/service/finanzielle_hilfen/haertefonds/hfr_2020.pdf

Leider ist somit davon auszugehen, dass eine Notstandsbeihilfe durch den Freistaat Bayern nur in sehr wenigen Fällen in Frage kommen wird. Der Antrag auf Notstandsbeihilfe kann beim Markt Jettingen-Scheppach abgeholt werden oder über den folgenden Link als ausfüllbare PDF-Datei heruntergeladen werden: Notstandsbeihilfe-Antrag-LkrGZ_2022-10


Dank an alle Helferinnen und Helfer!

Beim Kampf gegen das Hochwasser waren zahlreiche Helferinnen und Helfer im Einsatz: alle Freiwilligen Feuerwehren des Marktes Jettingen-Scheppach, die FFW Burgau, das Bayerische Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk sowie auch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, die auf privater Basis geholfen haben.

Allen ehrenamtlich Hilfeleistenden sprechen wir unseren herzlichen Dank und unsere große Anerkennung für ihren mühevollen, oft stundenlangen Einsatz und die großartige Hilfeleistung aus!

Unser Dank gebührt auch allen weiteren beteiligten Personen und Organisationen, wie z.B. der Feuerwehrinspektion des Landkreises Günzburg, dem Wasserwirtschaftsamt, dem Landratsamt Günzburg und der LEW.

Ihr
Christoph Böhm
Erster Bürgermeister