Ortsplan - So finden
Sie sich in Jettingen-Scheppach zurecht
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Geografische Lage
Jettingen-Scheppach liegt in etwa auf halber Strecke zwischen Ulm und Augsburg im Herzen des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben. Durch das Gemeindegebiet fließt die Mindel, ein Nebenfluss der Donau.
Verkehrsmäßig liegt Jettingen-Scheppach äußerst günstig. Der Ort ist in einem Zeitradius von 90 Fahrminuten von über 14 Millionen Menschen von deren Wohnort aus zu erreichen, denn Jettingen-Scheppach befindet sich genau zwischen den Großräumen München und Stuttgart sowie Augsburg und Ulm.
Die Bundesautobahn A 8 (Karlsruhe-Stuttgart-München-Salzburg) durchquert den Mark Jettingen-Scheppach in ost-westlicher Richtung. Die A8-Anschlussstelle "Burgau" liegt unmittelbar nördlich des Orteils Scheppach auf unserem Gemeindegebiet. Auch die Bundesautobahn A 7 ist von Jettingen-Scheppach aus in einer viertel Stunde erreichbar, denn das "Elchinger Kreuz" als Knotenpunkt zur A 8 liegt nur 25 Kilometer entfernt. Über die A 7 sind auch Ziele im Süden (Bodensee, Alpen, Schweiz, Österreich) und Norden (Nürnberg, Würzburg) innerhalb max. 2 Autostunden erreichbar. Vom Freizeitpark LEGOLAND Deutschland® ist Jettingen-Scheppac gar nur 1 Autobahnausfahrt (ca. 15 km) entfernt. Als Nord-Süd-Nahverbindung dient die Staatsstraße 2025. In Ost-West-Richtung funigert außerdem die Kreisstraße GZ 17 als Zubringer.
Mit dem Bahnhof Jettingen und der Haltestelle Freihalden hat der Markt direkten Anschluss an die Bahn-Hauptstrecke Stuttgart-Ulm-Augsburg-München. Regionalzüge halten in beiden Richtungen im Stundentakt. Ab Augsburg-Hauptbahnhof und Ulm-Hauptbahnhof (Fahrzeiten ab Jettingen/Freihalden jeweils ca. 40 Minuten) besteht Anschluss an das ICE-Netz der Deutschen Bahn.
Vier Flughäfen sind von Jettingen-Scheppach aus über die Autobahn zügig erreichbar: Der Regionalflughafen Augsburg in ca. 30 min sowie die internationalen Airports in München, Stuttgart und Memmingen in ca. 1 Std.
Topografische und geologische Lage
Jettingen-Scheppachs Gemeindeflur stellt einen kleinen, aber repräsentativen
Ausschnitt der Lech-Iller-Platte dar. Der hügelige Charakter
ist das bestimmende Merkmal dieser Landschaft. Tief eingeschnittene
Flusstäler und schmale Hochflächen, so genannte Riedel,
wechseln sich dabei ab. Jettingen-Scheppach hat mit seinen Ortsteilen
an zweien dieser Riedel Anteil: auf dem einen, westlich des etwa
zwei Kilometer breiten Mindeltals, liegen Schönenberg und das
Schloss Klingenburg; auf dem östlichen Eberstall, Ried und
Freihalden. Die Ortsteile Jettingen und Scheppach schmiegen sich
im Talraum an das östliche Ufer der Mindel. Die Höhenlage
von Jettingen-Scheppach differiert zwischen dem niedrigsten Punkt
im Mindeltal (470 Meter ü.NN) und dem höchsten im Ettenbeurer
Wald bei Schönenberg (539 Meter ü.NN).
Als Teil des Alpenvorlandes hat das schwäbische Hügelland
seine Oberflächenform in den letzten beiden Epochen der Erdgeschichte
erhalten. Im Tertiär (65 Millionen bis 1,8 Millionen Jahre
vor unserer Zeit) schob sich die afrikanische Erdplatte gegen die
eurasische und faltete die Alpen auf. Durch den dadurch erzeugten
mächtigen Druck wurden gigantische Mengen Gestein zermahlen
und in das heutige Alpenvorland, das damals noch komplett unter
Wasser stand, geschwemmt. Die Geologen sprechen von Molasse-Sedimenten
(Molasse vom Lateinischen für „mahlen“, Sedimente
= Gesteinsablagerungen). Diese - hauptsächlich Mergel, Sand
und Ton - lagerten sich ab und verdrängten nach und nach das
Wasser aus der Senke, die sich zwischen dem damals schon alten Jura
und den noch jungen Alpen gebildet hatte.
Das Quartär mit seinem Wechsel von Warm- und Eiszeiten überformte
dann den im Tertiär entstandenen Unterbau und prägte unter
anderem die heutige topografische Gestalt Jettingen-Scheppachs.
Das Abschmelzen der Gletscher in den Warmzeiten setzte immense Wassermassen
frei. Diese spülten Schotter und Sand breitflächig über
den tertiären Untergrund – die erdgeschichtliche Hintergrund
für den Kiesabbau auf dem heutigen Gebiet von Jettingen-Scheppach.
Stürme, die von den Gletschern herabwehten, trugen feinstes
Material, den so genannten Löß heran. Gleichzeitig grub
das abfließende Schmelzwasser die breiten Urstrom-Talfurchen,
wie das Mindeltal, aus. Nach dem letzten Rückzug des Eises
und dem Vereebben der Schmelzwasserströme etwa vor 10.000 Jahren
breitete sich eine Tundrenvegetation aus. Mit ihr begann der langsame
Aufbau einer Humusschicht. Gleichzeitig waren damit die Bedingungen
geschaffen für die Ausbildung der Moore im Mindeltal, die auf
Jettinger und Scheppacher Flur bis ins vergangene Jahrhundert hinein,
den Torfstich ermöglichten.
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